Appetit auf Erfolg?

Ist meine Branche familien­freundlich?

veröffentlicht von Hendrik Zymolka am 12.07.2019

Ist meine Branche familienfreundlich?

Work-Life-Balance im Unternehmen leben und kommunizieren.

Ist meine Branche familienfreundlich?
Genau das kam mir in den Sinn, als ich vom Familienpakt Bayern gehört habe.

Dieses Projekt wurde in Zusammenarbeit mit der bayrischen Staatsregierung und den Industrie- und Handelskammern ins Leben gerufen. 

Ziel ist es, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu fördern, ohne den Fokus der eigentlichen unternehmerischen Tätigkeit zu verlieren. Ich persönlich finde den Denkanstoß dieses Projektes sehr spannend, weil hier der wirtschaftliche Aspekt nicht gänzlich außer Acht gelassen wird. Ohne ein Unternehmen, das in der Lage ist, Umsätze zu generieren, gibt es auch keine Maßnahmen zur Förderung der eigenen Mitarbeiter… Klingt logisch, oder?

Kerstin Schreyer (MdL), Staatsministerin für Familie, Arbeit und Soziales und unser Landrat Thomas Karmasin sowie die Wirtschaftsförderung (Leitung – Barbara Magg) übergaben uns am Donnerstag im Landratsamt Fürstenfeldbruck unsere Mitgliedsurkunde.

Maple Marketing als Mitlied des Familienpakts
V.l.n.r. Staatsministerin Frau Kerstin Schreyer, Veronique Weber von Maple Marketing, Hendrik Zymolka von Maple Marketing, Landrat von Fürstenfeldbruck Thomas Karmasin (Foto: LRA Fürstenfeldbruck)

Familienfreundliche Angebote für Mitarbeiter finden… in jeder Branche

Familienfreundlichkeit in meinem Job? In einer Werbeagentur? 
Ich habe in meiner Vergangenheit in unzähligen Werbeagenturen und lange im Film- und TV-Geschäft gearbeitet. Ein Begriff wie „Work-Life-Balance“ ist in diesen Branchen eher ein„Buzzword“ – eine „Worthülse“ – der Beruf ist eine Berufung. 

Gerade als „Kreative“ sollten uns doch Lösungen einfallen, die eben genau aus diesen Buzzwords gelebte Werte entstehen lassen. 

Employer Branding heißt hier das Zauberwort. Es geht hierbei darum, die Marke für Mitarbeiter und solche, die es werden wollen, erlebbar zu machen und ein Höchstmaß an Mitarbeiteridentifikation zu schaffen. Zu diesem Zweck veranstalten wir zum Beispiel in enger Absprache mit Unternehmen Workshops, um Unternehmenswerte und Kultur intern wie auch extern mit Hilfe aller digitalen Kanäle und Maßnahmen authentisch und lebendig zu kommunizieren. 

„Wir bieten Home-Office an – das ist unser Angebot“ – so oder so ähnlich erleben wir oftmals die Kommunikation, wenn es auf das Thema Work-Life-Balance kommt.

Jedoch ist es mit diesem Angebot oder der Kinderbetreuung nicht wirklich getan – es ist immerhin ein wertvoller Anfang, aber diese Reise beginnt gerade erst. Oder bieten Unternehmen bereits eine Vielzahl an sozialen Leistungen an und niemand weiß etwas davon? Noch nicht einmal die eigenen Mitarbeiter? Unterschiedliche Statistiken zeigen hier, dass dies oftmals der Fall ist. Die Anzahl der Unternehmen, die ihr Engagement gegenüber ihren Mitarbeitern verstärkt ernstnehmen, nimmt immerhin zu. Das grundsätzliche Problem ist jedoch, wenn niemand weiß, dass die Angebote für Mitarbeiter existieren. So haben diese keinen Wert – denn sie werden nicht aktiv genutzt. Oder biete ich meinen Mitarbeitern Angebote an, die an deren Bedürfnissen vollkommen vorbei gehen und weiß es nicht?

Was also tun, wenn ich die Bedürfnisse meiner Mitarbeiter nicht kenne?

Mittels Mitarbeiterumfragen und Workshops geben Unternehmen ihren Mitarbeitern eine Stimme und die Verantwortlichen erfahren, welche Bedürfnisse die Mitarbeiter haben und welche Lösungen für das Unternehmen möglich und auch wirtschaftlich zu realisieren sind. Wir erinnern uns – soziale Lösungen sind gut und schön, aber es muss alles auch finanziell abbildbar sein. 

Home-Office im Einzelhandel oder der B2C Branche? Die Lösung.

Staatsministerin Frau Schreyer sprach von einem Friseur-Salon in Bayern, bei dem sich die Mitarbeiter ihre Arbeitszeiten selbst aussuchen können bzw. nach Rücksprache mit dem Vorgesetzen die passende Zeiteinteilung vornehmen. 

Das hatte zum Vorteil, dass der Friseur-Salon künftig längere Öffnungszeiten anbieten konnte, da über den ganzen Tag verteilt bis in den späten Abend Mitarbeiter verfügbar waren. Das ist ein großer Servicevorteil, so konnten die Kunden entweder ihr Lieblings-Zeitfenster wählen oder eben sich nach den Arbeitszeiten des Friseurs richten. 

Auch Klaus Hipp begann bereits schon sehr früh das Thema Vereinbarkeit von Beruf und Familie ernst zu nehmen. So bietet das Unternehmen mehr als 250 Modelle für Halbtagsarbeit an, wodurch die betreffenden Mitarbeiter ein Höchstmaß an Flexibilität nutzen. Es muss aber nicht immer ein Unternehmen in der Größe von Hipp sein – nein – auch kleine Betriebe können mit den einfachsten Mitteln bereits vieles umsetzen.

Gerade im „war of talents“ ist es wichtig, eine Kommunikation zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber zu schaffen und Lösungen für eine wirkliche „Work-Life-Balance“ zu finden.
Zudem ist die Mitarbeiterakquise kosten- und zeitintensiver als die Mitarbeiterbindung. 

Neugierig geworden? 

Beratung und Workshops zur Umsetzung gibt es beim Familienpakt Bayern.

Die Kommunikation für Ihr Unternehmen und Ihre Mitarbeiter, sowie Onlineumfragen oder Workshops gibt’s bei Maple Marketing  – wir machen Ihre Werte erlebbar und helfen Ihnen dabei, authentisch und glaubwürdig zu kommunizieren.

Für mich persönlich konnte ich viele interessante Erkenntnisse aus dem heutigen Termin mitnehmen – ich führe selbst mit meiner Geschäftspartnerin seit nunmehr 11 Jahren ein Familienunternehmen und wir wissen, dass die Mitarbeiter unser wertvollstes Kapital sind. 

In unserer Branche ist es dank moderner IT-Technologie immerhin bereits familienfreundlicher geworden. So beschäftigen wir Mitarbeiter, die den Großteil der Zeit virtuell mit uns im Büro sitzen – volle Flexibilität, das gilt es zu leben. Zudem bietet unsere Agentur Unterstützung bei der Wohnungssuche, Kinderbetreuung, Ausstattung des Home-Offices und kommuniziert offen mit den Mitarbeitern über Bedürfnisse und Weiterentwicklungsmöglichkeiten.

Sich für die Bedürfnisse der Mitarbeiter einzusetzen, bedeutet auch einfach mal zuhören, in die Diskussion gehen, das Mögliche eruieren und vor allem offen und ehrlich kommunizieren. Wenn Sie sich dafür entscheiden, diesen Weg zu gehen, dann gehen Sie ihn mit vollem Selbstbewusstsein – präsentieren Sie Ihren Mitarbeitern Meilensteine, damit diese sehen, dass sich etwas tut – nichts ist so demotivierend, wie eine Initiative, von der man nichts mehr hört. „Das habe ich mir doch gedacht, dass das nur heiße Luft war“ – Seien Sie ein Vorbild und leben Sie aktiv die Werte, die Sie auch von Ihren Mitarbeitern erwarten. 

Fazit:

Sprechen Sie mit Ihren Mitarbeitern, fragen Sie nach den Bedürfnissen, erarbeiten Sie kreative Lösungen und kommunizieren Sie diese an Ihr Team, nach dem Motto „tue Gutes und spreche darüber“.

Bei den Umfragen, Workshops und der Kommunikation hilft mein Team von Maple Marketing.